Softwareentwicklung
Mit dem zunehmenden Einsatz leistungsfähiger KI-Werkzeuge verschiebt sich der Schwerpunkt in der Softwareentwicklung. Die reine Umsetzung, also das Schreiben und Erzeugen von Code, wird effizienter. Dadurch entstehen Kapazitäten für andere Bestandteile der Entwicklung: Anforderungen verstehen, Entscheidungen treffen, Zusammenhänge dokumentieren und Systeme weiterentwickeln.
Softwareentwicklung ist daher heute enger mit Produktentwicklung verbunden: Was wird gebaut, für wen und mit welchen Auswirkungen auf Betrieb, Wartbarkeit und Weiterentwicklung?
Der Entwicklungsprozess verbindet Anforderung, Entscheidung, Umsetzung und Dokumentation. Neben dem Code entstehen dabei Annahmen, Entscheidungen und Erfahrungswerte. Dokumentation hält diese Zusammenhänge fest und macht sie für spätere Änderungen verfügbar.
Gute Entscheidungen setzen ein Verständnis der verschiedenen Dimensionen von Software voraus. Je besser diese Dimensionen verstanden werden, desto präziser können Anforderungen formuliert und die richtigen Fragen gestellt werden.
Ich sehe das als positive Entwicklung: Die zunehmende Automatisierung der Umsetzung schafft Raum für eine Softwareentwicklung, in der das Verständnis des Produkts und seiner Dimensionen stärker in den Mittelpunkt rückt. Die frei werdenden Kapazitäten eröffnen die Möglichkeit, Anforderungen, Entscheidungen, Umsetzung und Dokumentation als gleichwertige Bestandteile zu stärken.